Donaupeter - Oberleitungs-Messwagen

Oberleitungs-Messwagen

Der Märklin Oberleitungs-Messwagen 49961, der ursprünglich durch ein Delta Decoder-IC "Nµ70143A" gesteuert wird, sollte ebenfalls mit einem Multiprotokoll-Decoder ausgestattet werden:

Schaltplan Decoder als pdf :

Ein geeigneter Kandidat hierfür wurde im ESU "LokPilot Fx V4.0" (54620) gefunden. Wenngleich auch die Anpassung relativ einfach erscheint, gab es doch einige technische Feinheiten zu beachten. So speichert z.B. der Nµ70143A die Zustände der Funktionstasten auch nach einer Stromtrennung über längere Zeit ab, dieses Verhalten kann aber im ESU LoPi ebenfalls eingestellt werden.
Leider sind die Logikpegel der AUX-Ausgänge 1 bis 4 des Decoders auch noch invertiert zu denen des Nµ70143A, glücklicherweise bieten aber auch hier die ESUs ab Version 4 eine Option dies zu korrigieren. Somit konnte eine Invertierung mittels Hardware eingespart werden.
Die Adapterplatine trägt nur noch 4 Optokoppler mit Vorwiderständen um die AUX-Signale galvanisch getrennt an die Hauptplatine zu übertragen. Diese wurden deshalb nötig, da der Hauptprozessor auch auf kürzeste Pegelsprünge reagiert und es ohne eine saubere Trennung im Fahrbetrieb öfters zu unmotivierten Fehlauslösungen kam.

Mit Hilfe dieser kleinen Adapterplatine lassen sich nun die Signale des ESU-Decoders an die bestehende Original-Decoderplatine anpassen:

Im ersten Schritt können Decoder und Adapterplatine folgendermaßen vorbereitet werden:

Danach wird das Delta Decoder-IC Nµ70143A auf der Hauptplatine ausgelötet und die nun freiliegenden Pins 6 (GND) und 26 bis 23 (F1 bis F4) können mit der Ausgangsseite der Adapterplatine verbunden werden:

Zur Stromversorgung des Decoders müssen natürlich noch der rote Draht des Decoders ganz am hinteren Ende der Messwagenplatine zusammen an das Lötpad des schwarzen Drahtes (Schleiferanschluß), und der schwarze Decoderdraht zusammen an den braunen Draht (Radmasse) angelötet werden. Gelbe und weiße Leitung des Decoders führen zu den Lichtplatinen.

Decoder und Adapterplatine könnten dann im Messwagen folgendermaßen verstaut werden:

Schaltplan als pdf :

Platinenlayout als pdf :

Lichtplatine

Der Messwagen erhielt zusätzlich eine Schaltung für einen weiss/roten Stirnlampenwechsel. Hierzu wurden die Glühlämpchen an beiden Wagenenden jeweils durch eine 3mm Bicolor-LED weiss/rot ersetzt. Ebenso gut funktioniert auch die Antiparallelschaltung einer weissen 3mm LED und einer roten SMD-0805 LED, die direkt an die Unterseite der weissen LED gelötet wird und somit durch die weisse LED hindurch strahlen kann. Damit die LED auch in die Lampenhalterung des Wagens passt, muß eventuell der LED-Kragen vorsichtig etwas heruntergefeilt werden.
Da nun aber nur 2 anstatt der sonst üblich notwendigen 3 Lampenanschlüsse zur Verfügung stehen, musste eine Schaltung entworfen werden, die trotzdem einen Lichtwechsel ermöglichen kann. Der Aufwand hierfür hält sich in Grenzen, für den Aufbau ist keine geätzte Platine erforderlich, es genügt ein Stück Lochrasterplatine mit 3x4 Lötpunkten.

Vor dem Einbau der LED muß der Lampensockel geringfügig modifiziert werden:
Nachdem die beiden Kontakte vorsichtig herausgedrückt wurden, lässt sich der Sockel leicht über die LED-Beinchen schieben. Hierbei muß der Anodendraht der weissen LED durch die abgeflachte Seite des Sockels geführt werden.

Die Drähte der LED werden dann bei ca. 8mm von der Unterkante der LED rechtwinklig gebogen und mit einem Abstand von ca. 3mm erhöht in die Platine gelötet. Gelber und weisser Draht führen direkt zum ESU LokPilot Fx, der orange Draht wird von der Hauptplatine übernommen.

Am hinteren Wagenende wird die LED in entgegengesetzter Richtung gebogen und in gleichem Abstand, jedoch auf der Rückseite der Platine bestückt. Weisse und gelbe Zuleitung zur LED-Platine müssen dort natürlich vertauscht werden!

Schaltplan Lichtplatine als pdf :

Decoderfile als esux :